St. Pantaleon - Erla

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St. Pantaleon - Erla

Lage Wappen
Lage StPantaleon.jpg
Stpantaleon wappen.jpg
Lage in Google Maps Gemeinde-Website
Gemeindedaten
Bezirk: Amstetten
Gerichtsbezirk: {{{7}}}
Katastralgemeinden: St. Pantaleon, Erla
Fläche: 28,3 km2
Einwohner: 2.517
Höhe: 242 m
Vorwahl: 07435
Postleitzahl: 4300, 4303, 4482
Koordinaten: 48° 12′ N, 14° 34′ O
Gemeindekennziffer: 3 05 29
Amtliche Adresse: {{{16}}}
Bürgermeister: Rudolf Bscheid
Weitere statistische Daten

Inhaltsverzeichnis

Über St. Pantaleon - Erla

Die Moststraße Gemeinde St.Pantaleon-Erla ist sicher eine der schönsten Wohngemeinden im Enns-Donau Winkel. Ein ruhiger Erholungsort mit kultureller Vielfalt - 4 größeren Ortsteilen wie Pyburg, St.Pantaleon, Erla und Klein Erla und 13 kleineren Ortschaften wie Albing, Arthof, Neu-Arthof, Marksee, Stein, Stögen, Wagram, Breitfeld, Dorf, Engelberg, Haslach, Öttl, Weinberg und Weingarten. 2.462 Einwohner.
Eine Gemeinde, in der man gut leben kann.[1]

Geschichte

St.Pantaleon hieß um 1200 bis 1400 Zwieselkirchen; vermutlich weil die Kirche unweit der Mündung des Moosbaches in den Erlabach erbaut wurde, oder vielleicht auch deshalb, weil die Gemeinde ungefähr dort liegt, wo die Enns in die Donau mündet. Nach 1420 wurde der Ortsname in St.Pantaleon umgeändert. St.Pantaleon soll ursprünglich eine kleine Herrschaftspfarre gewesen sein; sie stammt vermutlich aus dem 12. Jahrhundert. 1652 kamen die Häuser von Wagram, Arthof, Albing, Marksee und Pyburg von St.Valentin zu St.Pantaleon.
Das Gotteshaus steht auf dem Dorfplatz knapp an der Durchzugsstraße. Es ist ein wuchtiger Bau mit sieben Strebepfeilern, die mit Wappen geziert sind. An ein schönes, spätgotisches Presbyterium schließt sich ein Langhaus mit Sterngewölbe; durch einen tragenden Pfeiler ist die Kirche im Mittelteil zweischiffig. Der Turm ist 35 m hoch. Die alte, romanische Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde 1521 umgebaut. Erhalten blieb von der alten Kirche lediglich die Westapsis und die berühmte Krypta; dieser Bau ist in Österreich einzigartig. Er hat zwei achteckige Pfeiler und zwei Säulen aus Kalkstein mit eigenartigen Kapitellen. Auffallend sind die verschiedenen Motive bzw. Ornamente auf den Kapitellen und Kämpfern. Die Unterkirche ist dreischiffig; sie ist 4,5 m lang, 3,2 m breit und 2,5 m hoch. Über der Krypta ist eine Westapsis. Bei der Umgestaltung der Kirche wurde das Kirchenschiff gotisiert und das Presbyterium im gotischen Stil neu erbaut. Die Westapsis wurde von der Kirche abgeschlossen und der Musikchor davor errichtet. Um 1520 entstand der gotische Flügelaltar, welcher 1893 käuflich an den Besitzer der Burg Kreuzenstein kam. Hier blieb nur die lebensgroße, spätgotische Statue des hl. Pantaleon, ein Pracht- und Wertstück des Gotteshauses. Mit dem Hochaltar, den Statuen der Bauernheiligen Isidor und Leonhard und den beiden Seitenaltären wurde die Kirche neugotisch eingerichtet. Wertvoll ist auch die berühmte Krippe von Bachlechner. An den Wänden zeugen Grabsteine, dass ehemalige Schlossbesitzer im Gotteshaus begraben wurden.

Vom Schloss in St.Pantaleon, daß im vorigen Jahrhundert zu einem Drittel abgetragen wurde, ist nicht bekannt, wann es erbaut wurde. Als Besitzer sind im 14. Jahrhundert die Herren von Winter erwähnt. Es wechselte sehr oft seinen Besitzer. 1591 erwarb Ulrich von Starhemberg die Herrschaft. In einer Aufzeichnung im oberösterreichischen Landesarchiv vom Jahre 1631 ist das Schloss als Neubau erwähnt, und es werden 12 große und kleine Stuben, 20 Kammern, 2 Kucheln und 1 Backofen angeführt. Um das Schloss war ein Wassergraben, der heute noch Karpfenteich ist.

Die Schule von St.Pantaleon wird schon 1511 erwähnt. In einem Hause beim Schloss soll angeblich erster Unterricht erteilt worden sein. vor dem Neubau der Volksschule 1877/78 wurde im Mesnerhaus (neben der Kirche) unterrichtet. 1973 entstand als Zubau zur Volksschule ein moderner Turnsaal. Im Jahre 1976 Zubau von 2 Klassen und Übernahme der Volksschüler von Erla durch die Schließung dieser Schule. Heute ist die Volksschule St.Pantaleon achtklassig.[2]

Sehenswürdigkeiten

Pirschgang zum Wildgehege "Weite Lacke"

Wenn Sie des Schifahrens langsam müde werden und Ihnen die überfüllten Pisten keine allzu große Freude mehr bereiten, wenn Sie sich nach dem ersten Grün, den ersten Frühlingsboten sehnen, dann unternehmen Sie einen beschaulichen Pirschgang in die Donauauen um St. Pantaleon-Erla. Bedingt durch die fast regelmäßig auftretenden Hochwasser, entfaltet sich in diesem naturbelassenen Forstgebiet bereits im zartesten Frühjahr eine Flora von außergewöhnlicher Vielfalt und Üppigkeit.

Schon die alten Römer hatten jahrelang mit dem Hochwasser zu kämpfen, bis sie ihr Legionslager entnervt räumten und nach Lorch verlegten. St. Pantaleon, ein altes Haufendorf, das bis 1400 Zwieselkirchen genannt wurde, liegt am Rande dieses Überschwemmungsgebietes. Die gotische Pfarrkirche (kostbare Altäre und Reliefs, "Bachlechnerkrippe") ist sehenswert. Sie wurde im 15. Jhdt. anstelle einer Doppelkapelle errichtet, deren Krypta (Kapitelle von höchstem Kunstwert, romanische Baureste in der Taufkapelle) noch erhalten ist. An der Kirchenrückseite (Landgasthof Winklehner) wollen wir mit unserer Auwanderung beginnen und folgen dem Straßerl in nördlicher Richtung zum bereits sichtbaren Wegkreuz, wo wir rechts einschwenken (Richtung Gasthaus Pilz) und entlang des Hauptweges in die Au spazieren. Sie präsentiert sich bereits Anfang März von ihrer schönsten Seite. Millionen von der Sonne wachgekitzelter Schneeglöckerln verzaubern den Waldboden in einen riesigen Blütenteppich. Abzweigende Seitenwege sind durch Schranken gesperrt, bald schiebt sich eine Sperrstange auch über unseren Hauptweg. Wir folgen dem gleich dahinter links abzweigenden Pfad zur Biberlacke. Naturverbundene Hobbyangler haben den idyllischen Seerosenteich in Pacht und Pflege. Bei einem liebevoll errichteten Rastplatzerl sollte man kurz verweilen und die romantische Kulisse genießen. Und wenn wir uns besonders ruhig verhalten, erblicken wir vielleicht den "Star" unter den Teichbewohnern: einen prachtvollen, 9 kg schweren Goldfisch. Vom Hochstand nördlich der Lacke überqueren wir einen Fahrweg und folgen einer Wiesenschneise westwärts zum nächsten Fahrweg, der uns zur Donau leitet. Bei einem Schwemmbach erklimmen wir den Hochwasserdamm. Vom gegenüberliegenden Ufer grüßen das Fischerdorf Au, rechts der Kirchturm von Naarn. Entlang des Dammes marschieren wir stromabwärts. Der Großteil ist abgesenkt; das ist die Überströmungsstrecke, über die bei Hochwasser die Wassermassen abfließen sollen. Dahinter schafft das Augebiet ideale Lebensbedingungen für die Tierwelt. Am Ende der Uberlaufstrecke bietet ein Brückerl Gelegenheit, den Schwemmbach zu überqueren. Wir folgen dem Fahrweg zurück in die Au, wenden uns aber bei der ersten Wiesenschneise nach links, einem Gatter zu. Klettert man den Hochstand Nr. 3 (eigentlich Nr. 31) hoch, sieht man die "Weite Lacke", das größte Wasserreservoir innerhalb der Au, um die ein Wildgehege angelegt wurde. Dieses beherbergt sämtliche Damwildarten und Rudel von Wildschweinen. Es lohnt sich, sich leise am Zaun entlangzupirschen. Die Hochstände Nr. 32 und 33 bieten gute Beobachtungspunkte. Dann wird es langsam Zeit, die geheimnisvolle Einfriedung zu verlassen, und wir wenden uns, vorbei am Hochstand 35, dem Hauptweg zu, welcher uns aus der Au hinausleitet. An der Erlabachbrücke bieten sich für den restlichen Streckenabschnitt zwei Varianten an: entweder über den Ort Erla (sehenswerte ehem. Benediktinerstiftskirche und -stiftsgebäude) oder entlang des Erlabaches.[3]

Flurdenkmäler in St. Pantaleon - Erla

Kontakt

Einzelnachweise

  1. http://www.st-pantaleon-erla.gv.at/gemeinde/wirtschaft.html, 9.08.2011, 8:13 Uhr
  2. http://www.st-pantaleon-erla.gv.at/gemeinde/geschichte.html, 9.08.2011, 8:15 Uhr
  3. http://www.st-pantaleon-erla.gv.at/gemeinde/wandern.html, 9.08.2011, 8:17 Uhr
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