Mostviertler Mundartdichter

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Im Mostviertel gibt es eine Reihe von AutorInnen, die sich dem Schreiben von Lyrik, Prosa und Theaterstücken in Mostviertler Dialekt gewidmet haben. Diese werden in diesem Artikel vorgestellt. Gerne freuen wir uns über Ergänzungen.

Dr. Fritz Simhandl
Dr Fritz Simhandl.jpg

geboren: 1901 in Königstetten
gestorben: 1958 in Amstetten

Der bedeutendste Repräsentant und unbestrittene Meister der Mostviertler Mundartdichtung.

Dr. Fritz Simhandl, der einem alten Weinbauerngeschlecht aus der Gegend des Jauerling entstammt, kam 1929 als Gemeindearzt nach Wallsee. Hier machte ihn sein Beruf als Arzt mit dem Leben der Bauern, mit ihren althergebrachten Sitten und Gebräuchen, aber auch mit der Mostviertler Mundart vertraut.

In seinem ganzen Schaffen merkte man dem Mundartdichter Dr. Fritz Simhandl an, wie sehr er mit Grund und Boden des Mostviertels verwachsen war. Die Verbundenheit mit den einfachen Menschen auf dem Lande war ihm stets ein Anliegen und wurde auch zur Grundlage seines dichterischen Wirkens.

Früh hatte Dr. Simhandl in Mundart zu schreiben begonnen, sammelte in seiner Jugend Zeugnisse der Volksmedizin und dehnte seine Aufzeichnungen alsbald auf volks- und mundartkundliche Gebiete aus. Ausgehend vom damals noch intakten bäuerlichen Brauchtum, entwickelte sich der Dichter zum vollendeten Beherrscher der mundartlichen Sprachform des Mostviertels.

Auch als späterer Stadtarzt von Amstetten blieb er den Menschen auf dem Lande verbunden und vertiefte seine Eindrücke für sein literarisches Schaffen. Mit seinem bekanntesten Werk "Bauernjahr" hat Dr. Fritz Simhandl ein wertvolles Dokument des dahinschwindenden bäuerlichen Brauchtums des Mostviertels hinterlassen.
04 F Simhandls Wohnhaus.jpg

Wichtigste erschienene Werke

Theaterstücke

Weblinks

Dir. Franz Salzmann

Der Heimleiter des NÖ Landespflegeheimes Amstetten Dir. Franz Salzmann betreut ehrenamtlich das Projekt Rote Liste = Mostviertler Dialektwörterbuch und hat das Theaterstück "Miazi als Dirn am Fischerberg Anno 1911" geschrieben.
Kostenlose Dialektwörter-Auskunft bzw. Vorschläge für Rote Liste unter mailto:franz.salzmann@gmx.at
Direktor des Landespflegeheimes Amstetten http://www.lpph-amstetten.at seit 1995, wohnhaft in Aschbach; Beschäftigung mit Mostviertler Dialekt und Sammeln alter Osterkarten, jährliche Ausstellung der gesammelten Osterkarten im Ausland und die Möglichkeit diese Osterkarten als E-Card zu versenden. Im Internet sind die Osterkarten unter www.osterkartenausstellung.at zu finden. Ein weiteres Hobby ist das Fotografieren von Landschaftsaufnahmen.

Theaterstück "MIAZI ALS DIRN AM FISCHERBERG ANNO 1911"

Die im Jahr 2003 im 106. Lebensjahr verstorbene Heimbewohnerin des NÖ Landespflegeheimes Amstetten, Maria Koppendorfer, kam am Abend des 2. Juli 1911 in die Stube des Hofbauerns in Fischerberg, um nach Schulende dort als Dirn einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Die Mitglieder der Hofgemeinschaft erzählen dem 13-jährigen Mädchen in der Bauernstube, was auf sie als Dirn zukommen wird, sowohl vom Tages- als auch vom Jahresablauf.

Der Text ist so im Mostvierteler Dialekt geschrieben, wie er im Jahre 1911 in der Gegend um Neumarkt/Ybbs (Fischerberg) gesprochen wurde. Dank umfangreicher Recherchen und dem hervorragenden Langzeitgedächtnis von Maria Koppendorfer ist es dem Heimleiter Direktor Franz Salzmann gelungen, dieses Theaterstück originalgetreu zu schreiben.
 

Einzelnachweise

  1. Prok. Peter H. Kohoutek
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