Mostviertler Dialekt

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Mostviertler Dialekt - Mundart

Hier wird das Projekt "Mostviertler Dialekt" von Direktor Franz Salzmann vorgestellt.

Enstanden ist die Idee der ROTEN LISTE bei den Vorbereitungen zum Theaterspiel 'Miazi als Dirn am Fischerberg anno 1911'. Dieses Theaterstück wurde am 27. November 2002 am Originalschauplatz in der Bauernstube beim Hofbauern in Fischerberg uraufgeführt, wobei sich die Theatergruppe aus 11 teilnehmenden Laienschauspielern im Alter von 11 bis 104 Jahren zusammensetzte. Das Stück handelt vom ersten Arbeitstag der Heimbewohnerin Maria Koppendorfer am 2. Juli 1911 und wurde unter Anwendung des damaligen Mostviertler Dialekt gespielt. So mussten die jungen Schauspieler auf Grund der Erzählungen von Frau Koppendorfer für den Text viele alte Wörter lernen, die ihnen gänzlich unbekannt waren. Dies war die Geburtsstunde der ROTEN LISTE.
Maria Koppendorfer, geb. 1898, gest. 2003, (rechts) und weitere betagte Mostviertler überliefern bzw. überlieferten der Nachwelt alte Mostviertler Dialektwörter - in Schrift und Ton.

Ein Projekt des NÖ Landespflegeheimes Amstetten, A-3300 Amstetten, Stefan Fadinger Str. 32, welches ehrenamtlich von Heimleiter Direktor Franz Salzmann durchgeführt wird.  

Leitbild


Viele alte Mostviertler Dialektwörter werden nur mehr von betagten Mostviertlern verstanden und nur mehr ganz selten verwendet. Damit diese vom Aussterben gefährdeten Wörter und Ausdrücke nicht unwiederbringlich verschwinden, hatte der Heimleiter des NÖ Landespflegeheimes Amstetten, Direktor Franz Salzmann, die Idee, eine ROTE LISTE, welche genau diese Wörter enthält, anzulegen und für die Allgemeinheit ins Internet zu stellen.

Während bei den Gesprächsrunden die alten Menschen in ihren Kindheits- und Jugenderinnerungen kramen und dabei jüngeren Menschen ihre Erlebnisse und Eindrücke von der ‚guten, alten Zeit' im besten alten Mostviertler Dialekt erzählen, melden sich die lauschenden jungen Mostviertler sofort, wenn sie ein altes Wort nicht verstehen. Um dieses Wort wird dann die, die dadurch immer länger wird, ergänzt. Durch den Internetauftritt ist es möglich, dass man weltweit die Bedeutung von seltenen Mostviertler Dialektwörtern findet. Wenn Interessenten diese Wörter kennenlernen wollen, sind sie nicht darauf angewiesen, sich extra ein Dialekt-Wörterbuch zu kaufen, sondern sie können jederzeit im Internet nachsehen.

Die alten Menschen sind stolz, dass sie sich teilweise noch sehr gut an längst vergessen Geglaubtes erinnern können und sie freuen sich, im hohen Alter noch etwas lehren zu dürfen. Während es vor mehreren Jahrzehnten noch selbstverständlich war, dass die Groß- und Urgroßeltern den Jungen die Dialektausdrücke im Rahmen des Alltags weitergaben, erfolgt dies heute nur mehr in den seltensten Fällen. Ein weiteres Ziel ist auch das generationenübergreifende Kennenlernen von Jung und Alt. 

Patenschaften für Mostviertler Dialektwörter


Gerne können Sie für einzelne Mostviertler Dialektwörter Patenschaften übernehmen. Hier finden Sie die genauen Informationen dazu.

Geschichtliche Kurzfassung über den Mostviertler Dialekt


Es war um 700 herum als viele Baiuwaren aus dem heutigen Bayern in das Mostviertel wanderten und hier auch blieben. Im Mostviertel trafen die Baiuwaren auf hier sesshafte Slawen. Während vorerst die Baiuwaren und Slawen gemeinsam lebten, wurden jedoch im Laufe der Zeit die Slawen immer mehr verdrängt. Die sich im Mostviertel niedergelassenen Baiuwaren hatten ihren alten mittelbairischen (nicht zu verwechseln mit bayrisch) Dialekt mitgebracht, welcher mit einigen slawischen Wörtern (hauptsächlich Ortsnamen) vermengt wurde. Im Gegensatz zum alten südbairischen Dialekt werden viele Vokale langgezogen ausgesprochen (SEE, WOID für Wald, STÜH für still). Erst gegen Ende der Kaiserzeit kamen Worte aus der Großstadt ins Mostviertel (FELIZIPPEE für Fahrrad, ÄROPLAN für Flugzeug). Böhmische wandernde Händler brachten fremde Namen für ihre Waren mit (DUCHAND für mit Federn gefüllte Bettdecke) und vermutlich prägten ausländische Soldaten vereinzelt den Mostviertler Dialekt (KOSCHANOT für Sulz im Krieg unter Napoleon oder BRAMBURI für Kartoffeln aus dem Osten). Hochdeutsch wurde in früheren Jahrhunderten nirgends gesprochen, sondern entstand als künstliche Sprache.[1]

Mostviertler Mundartdichter


In einem eigenen Artikel werden die Mostviertler Mundartdichter mit Beispielen vorgestellt.


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