Mostobstbäume

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Erkenntnisse aus der aktuellen genetischen Pflanzengeografie belegen, dass das Gebiet zwischen der Traisen und dem oberösterreichischen Hausruck die Heimat des Mostbirnbaumes ist. In die Urwälder dieses Gebietes ist die Wild- oder Holzbirne vor ca. 6000 bis 8000 Jahren vom Balkan kommend eingewandert.

Die Voraussetzungen dafür waren und sind ideal. Urzeitliche Gletscher, das Wechselspiel von atlantisch-frischem und pannonisch-mildem Klima haben außerordentlich schwere und fruchtbare Böden entstehen lassen. Das brauchen Mostbirnbäume, weil sie kräftige und tiefe Wurzeln bilden. Der heutige Mostbirnbaum übertrifft beispielsweise den Apfelbaum sowohl an Größe als auch an Alter. Bis ein Mostbirnbaum voll trägt, braucht es mehrere Jahrzehnte. Dafür werden die Bäume auch bis zu 200 Jahre alt. Die Erntemenge eines einzigen Baumes beträgt oft bis zu 1000 kg Mostbirnen.

Auffallend ist, dass die Mostviertler Mostbirnen nicht am Obstspalier oder in Obstplantagen gedeihen, sondern vorwiegend auf hochstämmigen Bäumen, die inmitten von Streuobstwiesen stehen. Sie prägen seit Jahrhunderten die Landschaft und das Leben im sanft-hügeligen Teil des Mostviertels.

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