Kategorie:Mostviertler Dialekt

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Geschichtliche Kurzfassung über den Mostviertler Dialekt


Es war um 700 herum als viele Baiuwaren aus dem heutigen Bayern in das Mostviertel wanderten und hier auch blieben. Im Mostviertel trafen die Baiuwaren auf hier sesshafte Slawen. Während vorerst die Baiuwaren und Slawen gemeinsam lebten, wurden jedoch im Laufe der Zeit die Slawen immer mehr verdrängt. Die sich im Mostviertel niedergelassenen Baiuwaren hatten ihren alten mittelbairischen (nicht zu verwechseln mit bayrisch) Dialekt mitgebracht, welcher mit einigen slawischen Wörtern (hauptsächlich Ortsnamen) vermengt wurde. Im Gegensatz zum alten südbairischen Dialekt werden viele Vokale langgezogen ausgesprochen (SEE, WOID für Wald, STÜH für still). Erst gegen Ende der Kaiserzeit kamen Worte aus der Großstadt ins Mostviertel (FELIZIPPEE für Fahrrad, ÄROPLAN für Flugzeug). Böhmische wandernde Händler brachten fremde Namen für ihre Waren mit (DUCHAND für mit Federn gefüllte Bettdecke) und vermutlich prägten ausländische Soldaten vereinzelt den Mostviertler Dialekt (KOSCHANOT für Sulz im Krieg unter Napoleon oder BRAMBURI für Kartoffeln aus dem Osten). Hochdeutsch wurde in früheren Jahrhunderten nirgends gesprochen, sondern entstand als künstliche Sprache. Quelle: Franz Salzmann

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