Jungmoste

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Im Mostviertel gibt es diverse Jungmoste, die ersten frischen sprizigen Moste der Saison. Diese werden hier vorgestellt.
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Was Ende April mit der Birnenblüte begonnen hat, das endet genau jetzt als Jungmost in den Gläsern. Ab Anfang November gibt’s den frischen Most. Die Mostbauern machen ihre Kellertüren auf und laden zur Verkostung der ersten Tropfen. Und um Martini steuert die Jungmostzeit ihrem Höhepunkt entgegen. Was sich natürlich hervorragend trifft. Weil zum knusprigen Gansl, da schmeckt der junge Wilde einfach toll.

Inhaltsverzeichnis

Der Jungspund - frisch und ungestüm...

Frisch im Herbst der neue "Heurige" aus dem Mostviertel. 17 Jungspund-Mostbauern stellen diese spritzig fruchtige Alternative her.

Der Jungspund – der frische "Heurige" Jungmost hat Saison vom Herbst bis ins Frühjahr. Ein ein „frischer – ungestümer“ Beitrag aus dem Mostviertel.
„Jungspund“, so die treffende Namensgebung, für einen leichten, frisch-fruchtigen Jungbirnenmost, der nach beendeter Gärung, noch im Jahr der Ernte in Flaschen gefüllt wird – ein wahrer Heuriger! Der „Jungspund“ soll sich nicht nur als leichter, eleganter Speisenbegleiter, sondern auch als „Smalltalk-Getränk“ positionieren! Mit dem kleinen „hölzernen Spund“ am Flaschenhals erscheint er schon von außen etwas frech u. listig – man sollte ihn ganz einfach haben! Jungspund selbst kommt von der Mundart u. heißt soviel wie: „junger, unverfrorener, listiger Bursche“ .
Oder wie der „Buchabauer“ zu sagen pflegt: „A`Glasl voll Jungspund, a`zweits nu dazua, kaun anfoch net aufhean, kriag anfoch net gnua!“

Seit einigen Jahren erobert jeden Novemberanfang ein ganz spezielles Safterl den Markt: der Jungspund. Er kommt ein bisschen feiner und vielschichtiger daher als seine traditionelleren Mitbewerber und bezaubert durch seine hellgrün-gelbliche Farbe. Beides kommt daher, dass der Jungspund aus einer balancierten Mischung verschiedener frühreifer Birnensorten hergestellt wird. Welche, das bleibt den Mostbauern selbst überlassen, woraus sich natürlich eine unglaubliche geschmackliche Vielfalt ergibt.

Natürlich darf sich aber nicht jeder Most „Jungspund“ nennen. Der Most wird ausschließlich von geprüften Betrieben hergestellt, die nach den Qualitätsrichtlinien des NÖ-Mostgütesiegels produzieren. Jedes Jahr wird dann noch verkostet, welcher Most zum Jungspund taugt. Den geprüften Jungspund gibt’s ausschließlich in der 1-Liter-Originalflasche mit Jungspund-Marke auf Etikett und Schrumpfkapsel und am Rückenetikett findest sich eine NÖ-Mostgütesiegelprüfnummer.

Und zu was trinkt man diese ungestüme Mostviertler Spezialität? Verstecken braucht sich der Jungspund jedenfalls auch allein nicht. Frisch, fruchtig und anregend eignet er sich daher ganz hervorragend als Aperitif. Natürlich hat der junge Wilde aber auch nix gegen anständige Begleitung, zum Beispiel in Form von Leichtigkeiten wie Frischkäse oder Salaten. Wie jeder Jungmost bildet er durch seine fruchtige Spritzigkeit aber auch einen idealen Kontrast zu einer g’standenen Jausn oder zu warmen Herbst-Klassikern wie einem saftigen Wildbraten oder einem richtig guten Gansl. Sprich: der Jungspund ist so gut, dass er eigentlich so gut wie überall dazu passt. Einzig zum Dessert ist er vielleicht ein bisserl gar herb. Übrigens: Alkohol ist auch ein Schluck drin. Mit etwa 7,0 % Vol gehört der Jungspund sogar zu den eher stärkeren Mosten. Übrigens den Jungspund gibt’s nur bis zum Faschingsdienstag zu kaufen.

http://www.jungspund.at

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Gödnmost

Der Most hat jetzt zwei Monate Zeit gehabt, sich seiner Qualitäten zu besinnen und ist von der saftigen Birne zum Jungmost gegoren. Gödnmost heißt dieser erste und traditionellste Jungmost, weil man ihn früher für etwas so Besonderes hielt, dass man in nur zu speziellen Anlässen aus dem Keller holte. Zum Beispiel, wenn der „Göd“, der Taufpate, auf einen Besuch vorbei gekommen ist. Geschmacklich ist der Gödnmost, spritzig und meistens trocken.

Godnmost

Seit 2000 ist „Gödnmost“ nicht mehr nur ein Mostviertler Ausdruck für den jungen Most, sondern eine offizielle Sorte. Seither gibt’s auch eine emanzipierte Variante, den „Godnmost“, der eher den Taufpatinnen gefallen soll. Der kommt um einiges umgänglicher und süßer daher als sein „männlicher“ Verwandter, ist aber trotzdem noch herrlich frisch.

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