Carl Zeller-Museum

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Das Carl Zeller-Museum in St. Peter in der Au erinnert an den in dieser Mostviertler Marktgemeinde am 19. Juni 1842 geborenen Operettenkomponisten Carl Zeller, dessen Meisteroperette „Der Vogelhändler“ (uraufgeführt am 10. Jänner 1891 im Theater an der Wien) auch heute noch zu den beliebtesten und meistgespieltesten Bühnenstücken der Gattung „Operette“ gehört.

Carl Zeller-Haus in St. Peter/Au

Bereits in den 1920er-Jahren pflegte der Männergesangverein St. Peter i. d. Au rege Kontakte mit dem in Baden bei Wien wohnenden Zeller-Sohn Carl Wolfgang. Im Juli 1927 war Carl Wolfgang Zeller als Ehrengast der damaligen Zeller-Feier einige Tage zu Besuch in St. Peter in der Au.

Anfang der 1930er-Jahre schenkte Carl Wolfgang Zeller dem St. Peterer Männergesangverein wertvolle Notenhandschriften und andere Stücke aus dem Nachlass seines Vaters, darunter Originalhandschriften der Operetten „Der Vogelhändler“ und „Der Obersteiger“. Bald darauf entstand in St. Peter in der Au die Idee, diese Objekte in einem eigenen Museum der Öffentlichkeit zu präsentieren und so wurde Mitte der 1930er-Jahre vom Gemeindearzt Dr. Karl Wittwar ein kleines Zeller-Museum eingerichtet.

Carl Zeller-Büste von Kunibert Zinner

Zu Beginn der 1940er-Jahre befand sich der Zeller-Nachlass in einem kleinen Gedenkraum im Haus Markt Nr. 43 (heute Marktplatz 7, „Erste Bank“). Darin wurde auch eine vom St. Peterer Bildhauer Kunibert Zinner 1942 zum 100. Geburtstag von Carl Zeller gestaltete Büste ausgestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg galt der Zeller-Nachlass in St. Peter in der Au bis zum Beginn der 1960er-Jahre als verschollen.

1959 nahm der neu gegründete Gesangverein mit dem über 80-jährigen Carl Wolfgang Zeller, der immer noch in Baden bei Wien wohnte, schriftlich Verbindung auf. Carl Wolfgang Zeller schickte daraufhin nochmals wertvolles handgeschriebenes Notenmaterial seines Vater nach St. Peter in der Au.

Zum 125. Geburtstag des Komponisten wurde 1967 der Vogelhändler-Brunnen, geschaffen vom St. Peterer Bildhauer Kunibert Zinner, vor der Hauptschule errichtet. In einer kleinen von OSR Alois Schmutzer gestalteten Ausstellung wurde auch der Zeller-Nachlass in der Hauptschule gezeigt. In den 1970er- und 1980er-Jahren war der Zeller-Nachlass zuerst in der Sparkasse und danach in der Marktgemeinde in Verwahrung, bis dann 1983 ein Ausschuss zur Errichtung eines Carl Zeller-Museums gegründet wurde.

1991 wurden dann im Geburtshaus am Marktplatz einige Räume frei und OSR Alois Schmutzer begann darin mit der Wiedereinrichtung eines Carl Zeller-Museums. Zum 150. Geburtstag des Komponisten wurde das Carl Zeller-Museum am 13. Juni 1992 feierlich eröffnet.

Im Jänner 2001 wurden bei einer Inventur des Notenarchivs des Gesangvereines in St. Peter in der Au bisher unbekannte Originalhandschriften entdeckt, darunter zwei Skizzenbücher des Komponisten, Jugendkompositionen und eine Klavier-Partitur der Oper „Die Fornarina“. 2002 wurde anlässlich des 160. Geburtstages von Carl Zeller und des 100 Jahre-Jubiläums des Gesangvereines im Schloss St. Peter in der Au eine dreiwöchige Ausstellung mit Exponaten aus dem Carl Zeller-Museum und den neu aufgefundenen Originalhandschriften gezeigt.

Carl Zeller-Museum im Schloss St. Peter in der Au

Das Zeller-Museum musste dann in die hinteren Räume des Geburtshauses übersiedeln. OSR Alois Schmutzer gestaltete in den neuen Räumen das Museum noch einmal völlig neu und ergänzte es mit Materialien aus der Zeller-Ausstellung des Jahres 2002. Am 3. Mai 2006 wurde das Carl Zeller-Museum wiedereröffnet.

Nach 17 Jahren im Carl Zeller-Haus übersiedelte der gesamte Museumsbestand im September 2009 ins Schloss St. Peter in der Au. Die Ausstellungsobjekte wurden von Ing. Thomas Gnedt, der 2009 die Betreuung des Museums übernommen hat, inventarisiert und digitalisiert. Ein neues und modernes Museumskonzept wurde ausgearbeitet und ab 2012 verwirklicht. Das neue Carl Zeller-Museum im Schloss St. Peter in der Au wurde am 7. April 2013 eröffnet.

Weitere Informationen auf http://www.carlzeller.at und http://www.stpeterau.info

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